Wolf Wolf
Metamorphosis (Lux Noise)
Der Mensch ist des Menschen Wolf (So ähnlich vom römischen Komödiendichter Titus Maccius Plautus verfasst). Oder wie es das Obwaldner Duo Wolf Wolf zu heulen pflegt: «Take My Hand And Let Me Bite You» (aus «Klaus»). Das Duo um Mr. Wolf (Gitarrist Reto Eller) und Mr. Wolf (Schlagzeuger und Sänger Marcel Frank) ist auf ihrem Zweitling bissig bis agressiv. In «Klaus», das sich auf Haus reimt, ist die Bissigkeit punkig oder war es umgekehrt? «The Gin Diary» schenkt betrunkenen Trashblues ein. Oh, wie höre ich die Wölfe heulen und jaulen nach solch einem Kater! «Count Vlad», der Pfähler und wahrscheinlich Vorlage von Bram Stokers Dracula, verlangt nach Blut, düster und knarzig in Szene gesetzt. Etwas weiter hauen Wolf Wolf den Teufel in die Pfanne («I Crushed The Devil»). Wurde aber auch bald Zeit. Solche positive Energie macht dann Platz für Dieter Meier (Yello), der in «Fat Fly» als Sänger gastiert. Ehre wem Ehre gebührt. Da darf sich Wolf Wolf etwas darauf einbilden, Entschuldigung einheulen. Der Tiger kommt im vorletzten Song «Tiger Time» auf leisen, blues-folkigen Pfoten. Den Teufel zerquetschen, kann ziemlich auspowern. Darum ist es danach gleich «Time To Say Goodbye».

8 out of 10

Robert Pally  
<zurück>