SONS OF MORPHEUS
The Wooden House Session (Czar Of Revelations)
Wie wenn Ennio Morricone mit Roland Emmerich zusammengespannt hätte. «Doomed Cowboy», der Auftakt von «The Wooden House Session» hat das Zeug, einen düsteren Streifen apokalyptischen Ausmasses zu untermalen. Beim Schlussteil spürt man richtig, wie die Welt untergeht (Arghhh!). «Doomed Cowboy» bildet unter den sechs Tracks auf «The Wooden House Session» eine Ausnahme. Erstens ist besagter Song instrumental und sein Spaghetti-Western-Appeal ist nicht repräsentativ für den Rest des vierten Werkes (inklusive Split-LP mit Samavayo) des Powertrios um Sänger und Gitarrist Manuel Bissig. Die Energie und Kraft aber schon. Die Sons Of Morpheus offerieren mit «The Wooden House Session» eine wuchtige, fiebrige und unwiderstehliche Mischung aus Stonerrock, Psychdelik und einer Prise Spacerock, die auch Platz für vereinzelt leisere Töne hat. Und wie im Abschluss «Slave» (Never Ending Version) auch mal ausufernd und jammässig daherkommen kann. Kein Wunder haben die Sons Of Morpheus schon die Bühne mit Coven, Krama To Burn oder Samavayo geteilt. Da steckt Saft dahinter. Ein Energieriegel ist ein Dreck dagegen.

8 out of 10

Robert Pally  
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