ANDY CLARK
I Love Joyce Morris (Greywood Records)
Auf der Instagram-Seite von Andy Clark (Nicht zu verwechseln mit dem Keyboarder Andy Clark, der in 1970er Jahren in der Band Be Bop Deluxe spielte) sieht man vor allem Fotos seiner beiden Kinder Phoebe und Ruben. Interessanterweise keine von seiner Frau Rachel!? Die einschneidende Erfahrung des Vater-Werdens verarbeitet der englische Multiinstrumentalist und Produzent auch auf seinem Debütalbum «I Love Joyce Morris». Der feine und behutsame Folksong «Sunny Boy» ist eine Liebeserklärung an seinen Sohn Ruben.
Im folk-poppigen «Monsters» gibt er seinen Kinder Tipps, wie man sich gegen Monster zur Wehr setzt, die sich manchmal unter dem Bett (oder sonst wo) verstecken und einem erschrecken wollen. Zum Auftakt in dem bereits als Single veröffentlichen «Welcome To The Party» heisst Clark seine Tochter Phoebe zur Party des Lebens willkommen: «Your Mother Is A Good One. Your Daddy Does His Best.» Vatersein ist nicht einfach, mal ist Mann erfolgreich, mal scheitert Mann. Zumindest scheitert Andy Clark als Songwriter nicht. «I Love Joyce Morris» vereint zehn vielschichtige öfters folkpoppige immer wieder Ohrwurm verdächtige Songs, die sich mal in Richtung Vaudeville («Welcome To The Party»), mal in Richtung Country («Daddy Please») und in «All Aboard» gar in Richtung instrumentaler Hip Hop strecken. Das Vatersein scheint Andy Clark gut zu bekommen.


8 out of 10


Robert Pally  
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