DONOVAN’S BRAIN & FRAUDBAND
Burnt Trees In The Snow (Career Records)
Mit Split-CDs ist das immer so eine Sache. Sind sich die Bands stilistisch ähnlich, ist die Chance zumindest theoretisch da, dass einem beide Bands gefallen. Ist das nicht der Fall, wie bei der vorliegenden CD der US-Band Donovan‘s Brain zusammen mit der australischen Fraudband, so kann sich Enttäuschung einstellen. Zuerst einmal zu den positiven Aspekten der elften CD von Donovan’s Brain, bei der Fraudband ist es die dritte, wobei die fünf Songs auch auf ihrem letzten Werk «Blinkered Vision And Blurred Horizons» zu finden sind. Die sechs Songs (inklusive Bonustrack) der US-Band Donovan’s Brain um Sänger und Gitarrist Ron Sanchez sind stilistisch abwechslungsreich, spannend und glänzen gar mit angenehm poppigen Momenten. Der Auftakt «Kelp Whip» erinnert zuweilen an einen rockigen David Bowie. «Gandy Dancer» ist eine äusserst gelungen Reminiszenz an Devo und Wall Of Voodoo. «Hear Me» ist eine wunderbar entspannte balladeske Popnummer. Psychedlisch schräg geht es in «Two Old Cats» zu und her. « Flash Containment» ist ein rauer Rocker. Und als Bonustracks haben Donovan’s Brain mit «Tad’s New Cymbal Stand» einen ebenfalls an David Bowie (circa 1970) mahnenden Song gepackt. Der, so neben bei, auch überzeugt. So weit so gut. Die fünf Songs der australischen Fraudband sind ein Kontrastprogramm zu dieser Klasse. Ihre instrumentalen Lo-Fi-Nummern, irgendwo am unteren Ende eines Link Wray und Davie Allan & the Arrows klingen uninspiriert und kraft- und saftlos.

8.5 out of 10 (Donovan’s Brain)


Robert Pally  
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