ROAMER

What The Hell (Czar Of Revelations)

So recht weiss man nicht, was man mit Roamer machen soll. Angefangen beim Cover von «What The Hell», das eine künstlerisch verfremdete Dachwohnung zeigt, was man aber erst beim näheren Hinsehen merkt. Vorher sieht es eher aus wie ein Farbenmischmasch. Auch aus der Musik der bereits seit zehn Jahren existierenden Oltener Band wird man nicht so recht schlau. Ist das jetzt Art-Rock, Indiepop, Elektro-Pop, Rock, Jazz, alles zusammen oder nichts von alledem? Ihre Songs enden schon mal im Chaos («There's No Me» und «Rebel»), irritieren durch wildes Gitarrenfeedback, verfremdeten Stimmen, asymmetrischen Beats («Open My Pants»), schräg schrillen Ideen, immer wieder interessanter Rhythmik und wunderbaren Popmelodien («Sunday Morning»), wobei die natürlich eher wohltuend sind. Hinter alledem steckt Sänger und Songschreiber Samuel Blatter, dessen Leben nicht immer einfach war. Einfach macht «What The Hell» es dem geneigten Hörer ja auch nicht gerade. Eines ist das Werk auf jeden Fall: unberechenbar gut. Wo die Eels anfangen und Nine Inch Nails / Devo aufhören. Oder so ähnlich!?

8.5 out of 10

Robert Pally
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